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28.05.2009

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Überraschend deutlicher Erfolg

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Vorteil Germania: Claudio Acquasanta (rechts) gewinnt den Zweikampf gegen den Nieder-Eschbacher Michele Raimondi. «Germane» Tobias Dehner beobachtet gespannt die Szene. Foto: Klein

Von Helge Peglow

Vor rund 200 Zuschauern in Hausen machte Germania 94 mit dem 4:0-Erfolg gegen den TuS Nieder-Eschbach im ersten Spiel der Relegation zur Fußball-Kreisoberliga Frankfurt einen großen Schritt in Richtung Aufstieg.

Frankfurt. Bereits nach zwei Minuten hatte Germanias El Bahkchouch eine Riesenchance zum 1:0, aber er vergab knapp vor Torhüter Eberwein. Nur fünf Minuten später strich ein Kopfball von El Bahkchouch Zentimeter am Tor vorbei. In den ersten Minuten dominierte die Germania den noch höherklassigen Gegner nach Belieben. Die körperlich stärkeren Nieder-Eschbacher konnten den wendigen Außenspielern Vasta und Lenhart nichts entgegensetzen. In der 30. Minute geriet eine verunglückte Flanke von Wojciechowski zur bis dahin besten Germania-Chance, aber Eberwein rettete mit einer Glanzparade. Zwei Minuten später traf Torjäger El Bahkchouch zur verdienten Führung.


Nach der Pause kam Nieder-Eschbach entschlossen aus der Kabine und wurde durch einen klaren Elfmeter für ihr Engagement belohnt. Der bist dato blasse Böge scheiterte aber an Keeper Rattenni (47.). Drei Minuten nach dem verschossenen Elfmeter nutzte der gut aufgelegte Lenhart einen Konter zum 2:0, was der Entscheidung gleichkam. Nun führte die Germania ihren Gegner phasenweise vor. Nach einer Attacke von Vasta verlor Böge die Nerven, ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen und musste folgerichtig mit «Rot» vom Platz (63.). Nach zwei geschickt vorgetragenen Kontern baute El Bahkchouch den Vorsprung weiter aus (71./88.). In den letzten Minuten wurde die Partie noch etwas nickelig, letztlich blieb es aber ruhig.


«Ich kann dem Gegner zu so einer tollen Leistung nur gratulieren. Der Elfmeter war der Knackpunkt. Böge wird uns nach dieser «dunkelroten Karte» sehr fehlen», sagte der enttäuschte Nieder-Eschbacher Trainer Salvatore Cirrincione. «Aufgrund der aktuellen Konstellation auf einen zweiten Platz zu hoffen wäre fatal. Wir wollen und müssen als Erster die Relegation beenden. Wir haben sehr gut vorgelegt und können uns nun entspannt das Spiel von Nieder-Eschbach gegen Hausen anschauen», freute sich Germanias Trainer Klaudius Golletz über den gelungenen Auftakt an alter Wirkungsstätte. Weniger entspannt wird es am kommenden Mittwoch für Nieder-Eschbach, wenn es auf dem Mainwasen gegen den FV Hausen (19 Uhr) bereits um Alles oder Nichts geht.


VfL Germania 94: Panfilo Rattenni – Cagriteken, Fouta, Luca Rattenni Acquasanta, Wojciechowski (88. Semere), Lenhart, Ünlü (81.), Raffaele Rattenni, Dehner, Vasta (83. Harmanci) – El Bahkchouch. – TuS Nieder-Eschbach: Eberwein – Hofmann, Lüdke, Neuse – Höhle, Spirtas (75. Elghasouani), Da Silva, Lippmann, Böge, Raimondi – Dogan (71. Cirrincione).

© 2009 Frankfurter Neue Presse

28.05.2009

Relegation, Teil 2: Es spricht alles für den FV Hausen

Heute Abend greift der FV Hausen in der Relegation zur Kreisoberliga Frankfurt erstmals ins Geschehen ein.

Frankfurt. Am vergangenen Mittwoch konnten die Hausener Fußballer ihren Gegner bei dessen 0:4-Niederlage gegen Germania 94 in Ruhe studieren. Im zweiten Qualifikationsspiel dieser Runde wird es nun auch für die Mannen von Trainer Michael Bauer ernst. «Wir haben einen gewissen Respekt, aber wir wollen natürlich gewinnen», unterstreicht Bauer vor dem Vergleich mit dem TuS Nieder-Eschbach auf dem Sachsenhäuser Mainwasen (19 Uhr).


Dass der Noch-Kreisoberligist sein Auftaktmatch so deutlich verlor, überraschte Bauer schon, auf die leichte Schulter nehmen werde sein Team den angeschlagenen Konkurrenten aber nicht. «Wir haben am Sonntag trainiert und auch noch mal am Dienstag», erzählt der Hausener Coach, «die Mannschaft ist topmotiviert.» Das verpatzte Saisonfinale, als mit dem 2:2 gegen die Spvgg. Griesheim II die Meisterschaft in der A-Klasse Nordwest verspielt wurde, sei längst «verdaut». Nun soll mit einem Sieg der erste Schritt in Richtung Aufstieg gemacht werden. An das letzte und so oder so entscheidende Spiel gegen Germania 94 am Sonntag will Bauer noch keinen Gedanken verschwenden. Bis auf Erkan Sepetci, der sich vor einigen Wochen einen Kreuzbandriss zuzog, stehen Bauer alle Spieler zur Verfügung.


Ganz im Gegensatz zu seinem Nieder-Eschbacher Kollegen Salvatore Cirrincione. Der muss den Kader «mit Reservespielern auffüllen» und wird wohl diesmal von Anfang an selbst auflaufen. Angesichts der personellen Probleme, gegen Germania 94 sah zudem noch James Böge «Rot», ist Cirrincione nicht gerade zuversichtlich: «Hausen ist für mich der klare Favorit. Sie haben vorne schnelle und gute Leute», weist der Coach vor allem auf die torgefährlichen Serkan Ercen (30 Saisontore) und Mohamed Bouhout (25) hin. «Dementsprechend sind wir Außenseiter, und wir müssen auch noch das Spiel machen», so der Nieder-Eschbacher Trainer.


Bei der Auftaktniederlage sei sein Team gegen die keineswegs sichere Germania-Abwehr in der Offensive «nicht bissig genug» gewesen. Daher habe es dann auch nicht gereicht. So ganz hat Cirrincione die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben: «Wenn uns das Glück wohlgesonnen ist, . . .»wag

 

© 2009 Frankfurter Neue Presse

04.06.2009

Hausens Fans müssen lange zittern

Nach 70 Minuten bricht Serkan Ercen den Bann – Nieder-Eschbach steht als Absteiger fest

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Der Nieder-Eschbacher Michele Raimondi schirmt den Ball vor dem Hausener Satis Tunc ab. 70 Minuten konnten Raimondi und seine Teamkollegen die Partie offen halten, danach wurde es noch bitter. Foto: Klein

Vor rund 300 Zuschauern verlor die TuS Nieder-Eschbach gestern auch ihr zweites Spiel in der Relegation zur Fußball-Kreisoberliga Frankfurt mit 0:4 und ist damit abgestiegen.

«Das Spiel heute hat die Hausener Fans wieder mal einige Nerven gekostet», sagte ein erleichterter Hausener Spielausschuss-Vorsitzender Peter Schlüßmann nach dem am Ende noch deutlichen Erfolg am Mainwasen.


Obwohl Mohamed Bouhout bereits nach drei Minuten die Führung auf dem Fuß hatte, bereiteten die kämpferisch starken Nieder-Eschbacher dem favorisierten Vizemeister der A-Klasse Nordwest große Schwierigkeiten. Es war zu merken, dass die Mannschaft die 0:4-Schmach gegen Germania 94 wettmachen wollte. Nieder-Eschbachs Spielmacher Andreas Höhle leitete einige gefährliche Konter ein. In der 17. Minute spielte er Raimondi geschickt frei, der wurde jedoch 18 Meter vor dem Tor gefoult. Hausens Satis Tunc war da mit «Gelb» gut bedient.


Ab der 20. Minute nahm Hausen, angetrieben von einem starken Engin Aktunc, immer mehr das Heft in die Hand. Allerdings musste Hausens Schlussmann Issan Mujal zunächst noch bei einem Distanzschuss von Michele Raimondi sein Können zeigen (34.). Auf der Gegenseite parierte kurz darauf Michael Eberwein einen Freistoß von Sertan Aktunc nur mit Mühe (36.). Eine Minute später bekam Hausen einen Handelfmeter zugesprochen. Sertan Aktunc schoss jedoch rechts am Tor vorbei. «Ich hatte den Torwart ausgeguckt, dann aber unkonzentriert geschossen», sagte der Schütze.


Nach der Pause kam Nieder-Eschbach mit viel Schwung aus der Kabine und entwickelte sich in den Folgeminuten ein offener Schlagabtausch mit Chancen von Bouhout (60.) für Hausen und Sven Neuse (48./69.) für Nieder Eschbach. Im Gegenzug erlöste Serkan Ercen mit einem sehenswerten Volleyschuss zum 1:0 den Hausener Anhang. Nur sieben Minuten später vergab Michele Raimondi eine Riesenchance zum Ausgleich. Mit dem 2:0 durch Bouhout nach einer tollen Flanke von Ercen war die Entscheidung dann gefallen. Der starke Bouhout (82.) und Sertan Aktunc per Elfmeter (90.) bauten den Vorsprung aus.


Am Sonntag steigt nun in Nieder-Eschbach (17 Uhr) das «Endspiel» um den Aufstieg zwischen Hausen und Germania 94. peg


TuS Nieder-Eschbach: Eberwein – Diklas (46. Friedrich), Cirrincione, Spirtos – Neuse, Elghasouani, Lippmann, Hoffmann, Höhle – Raimondi, Dogan. – FV Hausen: Mujal – Tunc (64. Karakoc), Karkour, Rodriguez – Asan (80. Borgeest), Ercen, Sertan Aktunc, Engin Aktunc (78. Goerguenlue), Lison – Bouhout, Ben Netisha.

 

© 2009 Frankfurter Neue Presse

08.06.2009

Germania 94 in der Kreisoberliga

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Im Mittelpunkt: Die Teamkollegen feiern Germania-Spielmacher Tobias Dehner nach dessen 1:1.

Von Helge Peglow

Germania 94 ist in die Kreisoberliga Frankfurt aufgestiegen. Frankfurts ältester Fußballverein setzte sich im letzten Spiel der Relegation mit 3:1 (0:1) gegen den FV Hausen durch.

Frankfurt. Mehr als 500 Zuschauer wollten das «Endspiel» der beiden punkt- und torgleichen Mannschaften des FV Hausen und von Germania 94 sehen. Am Ende musste Schiedsrichter Carlo Faulhaber (Bad Homburg) unter «Schieber, Schieber»-Rufen der Hausener Fans mit Geleitschutz in die Katakomben der Bezirkssportanlage Nieder-Eschbach geführt werden. «Vielleicht war es ein zu junger Mann für so ein Spiel, aber wir hätten uns auf seine Linie einstellen müssen», gab Hausens Sertan Aktunc an. «Ich habe zuerst den Ball getroffen, aber wenn er es als Foul gesehen hat, war die Rote Karte okay. Die späteren Platzverweise waren einfach nur dumm», ärgerte sich Hausens erster «Rot-Sünder» Satis Tunc.


Dabei waren die Hausener in der ersten Hälfte die klar bessere Mannschaft, die durch Chancen von Serkan Ercen (5.), Ali Karkour (13.) und Engin Aktunc (28.) bereits nach einer halben Stunde komfortabel hätte führen können. Die Germania kam nur zu einer «Doppelchance» für Tobias Dehner und Driss El Bahkchouch (24.). In der 40. Minute köpfte der bedrängte Cosima Vasta eine Ecke von Engin Aktunc ins eigene Tor. Kurz vor der Pause entschärfte Panfilo Rattenni noch einen präzisen Schuss von Engin Aktunc. «Ihn haben wir anfangs überhaupt nicht in den Griff bekommen, er hat meine Spieler vorgeführt», sagte Germania-Trainer Klaudius Golletz.


Drei Minuten nach Wiederanpfiff sah Tunc die «Rote Karte» nach einer «Notbremse» an dem durchgebrochenen Martin Wojchehowski. Nach dem Platzverweis witterte die Germania ihre Chance. Tobias Dehner gelang schon in der 52. Minute der Ausgleich. Hausen war weiter gleichwertig und die Germania konnte sich bei ihrem Torhüter bedanken, der Chancen von Mohamed Bouhout (54.) und Paul Borgeest (56.) entschärfte.

 

Keine Disziplin in der entscheidenden Phase

In der entscheidenden Phase schwächten sich die Hausener durch Undiszipliniertheiten selbst. Andre Lieson (63.) und Ali Karkour (71.) sahen jeweils «Gelb-Rot». «Genau diese Art von Platzverweisen werden bei der nächsten Spielausschusssitzung angesprochen», ärgerte sich Hausens Fußball-Boss Peter Schlüßmann. Bis zum 2:1 durch Tyron Iboufor (85.) hielten acht Hausener noch gut gegen elf Germania-Spieler mit und kamen bei Freistößen sogar noch zu Chancen. «Ich dachte lange nicht, dass wir gewinnen. Hausen war brandgefährlich», sagte Golletz. Torjäger El Bahkchouch erhöhte aber in der letzten Minute auf 3:1, danach musste Ahmet Karakoc der vierte Hausener vom Platz (Schiedsrichterbeleidigung). Mit dem Schlusspfiff begann die Feier der Germania-Spieler, während Hausen nun darauf hoffen muss, dass sich ein Frankfurter Verein für die Gruppenliga qualifiziert. Dann würde der Vizemeister der Kreisliga A Nordwest auch noch aufsteigen.


FV Hausen: Issam –- Tunc, Karkour, Rodriguez – Ercen, Engin Aktunc, Asan, Lison, Borgeest – Bouhout, Ben Netisha (51. Karakoc). – Germania 94: Panfilo Ratteni (51. Iboufor) – Cagriteken, Fonta (61. Harmanci), Ünlü – Raffaele Ratteni, Wojchehowski, Lenhardt, Acquasanta, Vasta, Dehner (87. Semere) – El Bahkchouch.

 

26.08.2009

SG 28/Gutleut: Thomas Janson zurückgetreten

Die Turbulenzen beim Frankfurter Fußball-A-Ligisten
SG 28/Gutleut gehen weiter. Ein Nachfolger für den bisherigen Trainer steht noch nicht fest.


Frankfurt. «Ich kann den Verein nach der Eskalation am Sonntag nicht mehr trainieren. Mit Fußball hat das nichts mehr zu tun, ich will meinen Namen nicht in den Schmutz ziehen lassen», begründete Thomas Janson seinen Rücktritt als SG 28-Coach. Am dritten Spieltag war es im Heimspiel des Clubs gegen die TSG 51 zu Ausschreitungen gekommen, die einen Polizeieinsatz auslösten (wir berichteten).


Der Aufsteiger und Tabellenneunte der Nordwest-Gruppe steht nun vor schweren Zeiten. Zum einen muss die SG 28/Gutleut mit einer harten Strafe seitens des Hessischen Fußball-Verbands (HFV) rechnen. Der Club aus dem Gallus gilt als «Wiederholungstäter», schon in der vergangenen Saison hatte der HFV der SG 28/Gutleut wegen ähnlicher Vorfälle fünf Punkte abgezogen. Zum anderen droht dem Verein, dass einige Spieler, die Janson an die Ackermannwiese gelotst hatte, nicht mehr für die SG 28 spielen werden. Der 50-Jährige ist sogar davon überzeugt.


Allerdings ärgert Janson, dass der Verein nun an den Pranger gestellt wird. «Die SG 28 ist sicherlich nicht der feinste Verein und das Gallus ein sozialer Brennpunkt. Doch was gerade geschieht, ist Rufmord an dem Verein.» fri

 

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