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Jetzt bleibt der Pokal in Hausen
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Von Ralf Ehresmann
Der FV Hausen gewinnt mit einer „geschlossenen Mannschaftsleistung“ sein eigenes Hallenturnier
Der Titelverteidiger Serkevtin Spor blieb beim Fußball-Hallenturnier des FV Hausen vorzeitig auf der Strecke und gab den Wanderpokal an den Gastgeber, der im Finale den VfR Bockenheim 1:0 bezwang, weiter.
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Frankfurt. Nachdem beim Turnier der Reserveteams und B-Ligisten am Samstag der FC Croatia nach fünf vorhergehenden Siegen mit dem 4:0 gegen Germania 94 auch das Finale für sich entschieden hatte, traten am zweiten Turniertag in der Halle der Ernst-Reuter-Schule in der Nordweststadt elf Erste Mannschaften aus Frankfurt sowie der FSV Steinbach aus der Kreisoberliga Hochtaunus zum Kampf um Pokale und Preisgelder an.
In der Vorrunde setzten sich in Gruppe A der gastgebende Kreisoberligist FV Hausen und A-Ligist TSG 51 durch, während Steinbach nur wegen der schlechteren Tordifferenz den Einzug ins Halbfinale verpasste. Auch die A-Ligisten SG Harheim und SC Weiss-Blau sowie die TG Sachsenhausen (Kreisliga B) schieden vorzeitig aus. In Gruppe B dominierte der VfR Bockenheim (Kreisliga A) eindeutig das Geschehen und qualifizierte sich als Tabellenerster wie auch noch Germania 94 für das Semifinale. Die weiteren Plätze belegten die A-Ligisten SV Sachsenhausen, FV Saz Rock und Serkevtin Spor sowie B-Liga-Vertreter Spvgg. Kickers 16.
Federico sichert den Finaleinzug
Im Halbfinale zwang die TSG 51 die favorisierten Bockenheimer nach torlosen zehn Minuten ins Siebenmeterschießen. Hier ließ sich VfR-Keeper Mario Federico aber nicht bezwingen und sicherte seinem Team das 2:0 und somit den Finaleinzug. Im zweiten Semifinale standen sich die Kreisoberliga-Konkurrenten FV Hausen und Germania 94 gegenüber. Es war wie so oft zwischen beiden Teams eine hektische Partie, in der Babak Hashemal die Sachsenhäuser bereits in der ersten Minute in Führung brachte. Doch nur zwei Minuten später glich Youness Aleksic aus. Am Ende musste auch hier ein Siebenmeter-Stechen die Entscheidung bringen. Für diese sorgte dann Hausens Torhüter Issam Majal, als er beim Stand von 3:2 den letzten Siebenmeter von Gürhan Cagritekin parierte. Im Spiel um Platz drei unterlag Germania 94 der TSG 51 mit 0:1. Für die Entscheidung sorgten Andreas Hesse und Artis Kilic in Gemeinschaftsarbeit, als sie zwei Minuten vor Ende der Partie den Ball über die Linie brachten.
Entscheidung durch Heckmann
Im anschließenden Finale hatte der VfR Bockenheim zwar die erste Tormöglichkeit durch Kristian Seremet (3.), doch nur zwei Minuten später erzielte Thorsten Heckmann nach Zuspiel von Samer Softic den alles entscheidenden Treffer für die Gastgeber. Bei weiteren Hausener Torchancen durch Mustafa Görgülü und Sertan Aktunc war Keeper Federico erneut auf dem Posten. Auf der Gegenseite vergab Mouloud Boulaioune den Ausgleich.
Während sich Bockenheims Coach Uwe Eckerl zwar über «die überzeugende Leistung in der Vorrunde» freute, aber die Zielstrebigkeit im Finale vermisste, sprach Hausens Trainer Michael Bauer von «einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem guten Auftakt im neuen Jahr». Zufrieden war auch Reinhold Wötzold, Vorstandsmitglied des Veranstalters FV Hausen: «Wir sind froh, dass trotz des Wetters alle Mannschaften rechtzeitig erschienen und ein insgesamt sehr faires Turnier gespielt haben.»
Ein Lob gab es für die Schiedsrichter Rachid Quali und Wolfgang Büntemeyer. Neben Sachpreisen der Firma Karstadt Sports erhielt der Turniersieger 200 Euro Preisgeld. Für den Zweiten gab es 100, für den Dritt- und Viertplatzierten noch 75 beziehungsweise 50 Euro.
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Showdown in Griesheim
Heute beginnt die Relegation zur Fußball-Kreisoberliga Frankfurt. Drei Teams spielen dabei um einen freien Platz. Der SV Griesheim Tarik will die Klasse halten, die Herausforderer VfR Bockenheim und SG Bornheim/Grün-Weiß II wollen aufsteigen.
Frankfurt. Los geht es heute in Griesheim mit der Begegnung der A-Liga-Vizemeister VfR Bockenheim gegen SG Bornheim/GW II (19 Uhr, Lärchenstraße).
Bornheims Trainer Sebastian Gauf beschäftigte vor dem Auftaktduell eine ganz bestimmte Personalie: Torjäger Schönberger sah im letzten Saisonspiel die Rote Karte und ist somit gegen Bockenheim gesperrt. «Ich gehe nicht davon aus, dass er begnadigt wird», meint Gauf. Einen Favoriten kann der Bornheimer Trainer nicht ausmachen, da er allen drei Mannschaften bestimmte Qualitäten bescheinigt. So sieht er die mentale Stärke als möglichen entscheidenden Faktor für den Erfolg an. «Bockenheim ist sehr gut durch die Runde gekommen und hat fast alles gewonnen, wir hatten wieder eine Schwächephase und haben erst kurz vor Schluss Platz zwei klar gemacht, und Tarik hat die ganze Zeit verloren. Das steckt schon in den Köpfen der Spieler», glaubt Gauf.
Eckerl baut auf Erfahrung
Bockenheims Trainer Uwe Eckerl baut auf die Erfahrung seiner Spieler. «Bornheim hat eine sehr dynamische junge Truppe, da müssen wir höllisch aufpassen, aber wir sind auf den meisten Positionen sehr routiniert», sagt Eckerl. Hinzu komme die Gelassenheit und der unbedingte Siegeswille seines Teams. «Wenn ich mir überlege, was für Rückschläge wir hinnehmen mussten und wie die Jungs immer wieder zurückgekommen sind, dann muss ich sagen, sie hätten es verdient», spielt Eckerl unter anderem auf das entscheidende letzte Saisonspiel an, in dem Bockenheim noch in Unterzahl 2:0 gewann.
Für beide Trainer ist das heutige Auftaktspiel der Dreierrunde von entscheidender Bedeutung für den weiteren Verlauf – und beide erwarten natürlich einen Sieg. «Wir schauen nur auf uns, gewinnen beide Spiele und dann passt’s auch», gibt sich sich Gauf selbstbewusst.
Der Verlierer trifft am Samstag auf Griesheim (in Bockenheim um 15 Uhr oder in Bornheim um 18 Uhr). Falls es heute zu einem Remis kommt, wird der Gegner von Griesheim Tarik gleich nach dem Spiel ausgelost. Die letzte Partie geht dann am Dienstag, dem 1. Juni (19 Uhr) über die Bühne. peg
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26.05.2010
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Bornheims traumhafter Auftritt
Böses Erwachen für den VfR Bockenheim: Beim 0:5 ist der Vizemeister nicht wiederzuerkennen
Von Helge Peglow
Geballte Freude nach dem 2:0 von Lars Krakow, der in der Traube seiner Mitspieler nicht mehr zu sehen ist. Obenau ist Dominik Bettin, zur Gratulation eilen Ferhat Oezcelik (Nr. 17), Kolja Müller (Nr. 10) und Markus Haas herbei. Foto: Klein
Im ersten Relegationsspiel zur Fußball-Kreisoberliga Frankfurt besiegte die Reserve der SG Bornheim/Grün-Weiß den VfR Bockenheim klar mit 5:0.
Mehr als 250 Zuschauer kamen gestern auf den Sportplatz des spielfreien SV Griesheim Tarik, um die Begegnung die Vizemeister der beiden A-Klassen zu sehen. Die Bockenheimer fingen stark an und hatten durch Maximilian Schulze zwei gute Chancen zur Führung, die Bornheims Torhüter Patrick Martin glänzend parierte (2./5.). «Das hätte ein ganz übler Auftakt werden können. Wer weiß, wie das Spiel dann gelaufen wäre», meinte Bornheims Trainer Sebastian Gauf.
In der achten Minute nahm das Unheil für Bockenheim seinen Lauf. Nach einem feinen Pass von Kolja Müller erzielte Dominik Bettin die Bornheimer Führung. Von da an bestimmte Bornheim die Partie und zeigten die reifere Spielanlage auf dem schnellen Kunstrasen. «Klar liegt das den Bornheimern mehr als uns, aber das kann kein Grund für den desolaten Auftritt heute sein», ärgerte sich Bockenheims Trainer Uwe Eckerl.
Immer, wenn Bockenheim versuchte Druck auf das Bornheimer Tor aufzubauen, traf der Gegner ins Tor. Sei es nach Standardsituationen, wie in der 22. Minute, als Lars Krakow nach einer Ecke des starken Müller traf, oder aus dem Spiel heraus, als Parves Naziri den Torhüter mit einem sehenswerten Lupfer überlistete (34.). «In den entscheidenden Situationen zu treffen, ist uns in der Saison ja nicht immer gelungen», sagte Gauf.
Bockenheims Angriffsbemühungen nach der Pause wurden durch das 4:0 durch Oezceliks Kopfballtreffer im Keim erstickt (48.). In der 66. Minute krönte Müller dann nach einem Freistoß von Haas seine starke Leistung mit dem 5:0. Danach ließen es die Bornheimer, die von einer lautstarken Fangruppe angefeuert wurden, locker angehen. Doch Bockenheims Angriff um den diesmal schwachen Torjäger Norman Syed wusste dies nicht zu nutzen. Sein Teamkollege Mario Lamprecht sah in der 79. Minute noch die Gelb-Rote Karte.
«Ich weiß auch nicht, was da heute los war, vielleicht waren die Jungs einfach zu nervös. Es hat in allen Bereichen nicht gestimmt», erklärte Eckerl, «dass es gerade heute so eine schwache Leistung war ist bitter, denn die Jungs haben sich selbst um den Lohn der tollen Saison gebracht.»
«Das es so klar ausgeht, habe ich mir nicht träumen lassen, jetzt heißt es gegen Tarik nachlegen», zeigte sich Gauf ob der starken Leistung seiner Mannschaft überrascht. Am Samstag trifft der VfR Bockenheim nun in Bornheim auf den SV Griesheim Tarik (18 Uhr).
VfR Bockenheim: Wein – Müller, Günay, Borghardt – Möller (80. Bertino), Lamprecht, Czimer (58. De Luca), Duburque, Schulze – Syed, Ramge (71. Boulaioune). – SG Bornheim/Grün-Weiß II: Martin – Rambow, Hofacker, Dutz, Krakow – Heinz (58. Spessot), Naziri (74. Lamberti), Haas (76. Nikolai), Müller – Oezcelik, Bettin
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28.05.2010
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Griesheim Tarik geht recht optimistisch in die Relegation
Am Samstag steht das zweite Spiel der Relegation zur Fußball-Kreisoberliga Frankfurt an. In Bornheim trifft der SV Griesheim Tarik auf den VfR Bockenheim (18 Uhr).
Während der Abschlusszwölfte der Kreisoberliga erstmals ins Geschehen eingreift, ist für Bockenheim nach dem 0:5 gegen die SG Bornheim/Grün-Weiß II am Dienstag die Relegation schon so gut wie gelaufen. «Natürlich werden wir uns gegen Tarik noch mal reinhauen, aber wir sind keine Träumer. Es ist sehr schade, aber der Zug ist für uns wohl schon abgefahren», sagt der enttäuschte Bockenheimer Trainer Uwe Eckerl.
In der Saison lief es für Tarik über weite Strecken nicht besonders gut, aber die meisten Spiele gegen die direkten Konkurrenten wurden gewonnen. Und so standen am Ende beachtliche 34 Punkte auf dem Konto. «Bei uns stimmte dieses Jahr so einiges im Verein nicht, und es ist schon bemerkenswert, dass wir nicht total eingebrochen sind», meint Griesheims Trainer Hamza Azzoum. Natürlich hat Azzoum auch das Spiel der Bockenheimer gegen Bornheim gesehen, war aber nicht sonderlich beeindruckt: «Klar sah das gut aus, was Bornheim da gespielt hat, aber Bockenheim war auch ganz schwach an diesem Tag. Die werden am Samstag gegen uns sicher nicht noch mal so ungeordnet auftreten.»
Individuell gut aufgestellt
Grundsätzlich ist Azzoum positiv gestimmt: «Auch wenn wir einige Ausfälle haben, wie die anderen sicherlich auch, denke ich, dass wir beide Spiele gewinnen werden.» Der Coach sieht seine Mannschaft «individuell sehr gut aufgestellt. Es kommt drauf an, dass sich die Jungs in den beiden Spielen auf das Mannschaftsspiel und die Wichtigkeit für den Verein fokussieren», so Azzoum weiter. Nachdem Tariks Zweite Mannschaft schon sang- und klanglos als Tabellenletzter in die B-Klasse abgestiegen ist, gilt es für die Marokkaner nun diese Spielzeit zu einem versöhnlichen Ende zu bringen. «Wenn wir es geschafft haben drinzubleiben, lässt es sich definitiv besser für die nächste Runde planen. Das Wichtigste für uns ist es einige grundlegende Dinge im Verein zu ändern und anders aufzutreten», räumt Azzoum ein. Um im letzten Spiel am Dienstag in Bockenheim (19 Uhr) eine realistische Chance zu haben, darf sein Team morgen zumindest nicht verlieren. peg Um im letzten Spiel am Dienstag in Bockenheim (19 Uhr) eine realistische Chance zu haben, darf sein Team morgen zumindest nicht verlieren.
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31.05.2010
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Beim Abschied gehemmt
Im letzten Spiel unter Uwe Eckerl endet Bockenheims Traum vom Aufstieg Auch in ihrem zweiten Relegationsspiel um den freien Platz in der Kreisoberliga Frankfurt mussten die Fußballer des VfR Bockenheim eine Niederlage hinnehmen. Der SV Griesheim Tarik gewann vor mehr als 150 Zuschauern mit 2:0.
Von Helge Peglow
 Sinnbildlich für das Spiel: Griesheim Tarik mit Tarik Lamjahdi bringt den VfR Bockenheim (in der Gestalt von Mouloud Boulaioune) zu Fall. Foto: Klein
Nach dem Schlusspfiff in Bornheim kam es zu herzlichen Szenen, als Bockenheims Trainer Uwe Eckerl von seiner Mannschaft verabschiedet wurde. Nach acht Jahren hört Eckerl als Trainer auf, weshalb die eine oder andere Träne bei den Spielern dem sonst so souveränen Coach floss. «Die Jungs sind mir so ans Herz gewachsen. Das ist nicht irgendeine Truppe, das sind durch die Bank weg ganz feine Kerle», sagte Eckerl.
Eine ähnliche Leidenschaft ließen die Bockenheimer im Spiel vermissen. Eckerls Team wirkte sehr diszipliniert, aber auch irgendwie teilnahmslos. Obwohl man in der ersten Viertelstunde mehr vom Spiel hatte, gerieten die meisten Aktionen nicht zwingend. «Irgendwie haben wir da etwas gehemmt gewirkt. Die Jungs wussten, dass auch der zweite Platz in der Relegation eventuell noch reichen könnte», zeigte sich Eckerl ratlos.
Tarik begann sehr hektisch und nervös. «Das war für unsere Spieler eine besondere Situation. Die jungen Spieler haben noch nie so einen Druck gehabt, und die älteren waren auch noch nie in einer Relegation», sagte Trainer Hamza Azzoum. Nach etwa 20 Minuten kam Tarik dann besser in die Partie, aber Bockenheim hatte durch Norman Syed zwei Riesenchancen (21./30.), so dass eine Führung durchaus verdient gewesen wäre. Kurz vor der Pause schaltete Tarik einen Gang höher und hätte durch Hounes schon in Führung gehen können, aber er traf nur den Pfosten (40.).
Bashiri trifft zwei Mal
Eine Minute später war es dann aber soweit: Rachid Bashiri erzielte per Kopf die Führung für die Griesheimer. «Der Treffer hat uns wieder aus dem Konzept gebracht. Wir wollten hier geduldig und kompakt auftreten, und das haben wir eigentlich gut gemacht. Vor dem Tor hat vielleicht die letzte Konsequenz gefehlt», ärgerte sich Eckerl. Im zweiten Durchgang versuchte der VfR noch mal alles, aber die Großchancen blieben aus. Bashiri erzielte dann seinen zweiten Treffer, nachdem er den Abpraller eines Lattentreffers von Mustafa Amjahid aus kurzer Distanz verwertete (68.).
«Ich denke, der Sieg geht heute in Ordnung, obwohl Bockenheim keinesfalls schlecht gespielt hat. Ich denke, wir sind heute mit mehr Herz und Willen aufgetreten. Aber gegen Bornheim müssen wir uns noch steigern. Und wir wissen auch, dass wir das können», erklärte Azzoum. Die Begegnung gegen die SG Bornheim/Grün-Weiß II findet am Dienstag auf dem Platz des VfR Bockenheim statt (19 Uhr).
SV Griesheim Tarik: Elzgen – Darouche, Adda, Amjahid – Boujibar, Houlich (85. El Mastouli), Lamjahdi (51. Benazza), Denrcu, El Malki – Hounes, Bashiri (76. Chami). – VfR Bockenheim: Wein – Müller, Günay, Möller – Schulze (75. De Luca), Borghardt (45. Seiler), Lamprecht, Duburque, Boulaioune – Seremet (60. Ramge), Syed. peg
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02.06.2010
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Bettin trifft, Bornheim feiert
Griesheim Tarik kann im entscheidenden Spiel die 1:0-Führung nicht halten und steigt in die A-Klasse ab
Von Helge Peglow
Das kommt Freude auf: Groß war der Bornheimer Jubel nach dem Siegtreffer von Bettin. Foto: Klein
Vor gut 350 Zuschauern in Bockenheim machte die Reserve der SG Bornheim/Grün-Weiß gestern Abend den Aufstieg in die Fußball-Kreisoberliga Frankfurt perfekt.
Nachdem beide Mannschaften ihr erstes Spiel in der Relegation gewonnen haben, kam es nun zum «Endspiel» um den Aufstieg. Dementsprechend nervös begannen die Kontrahenten auf dem für sie ungewohnten großen Rasenplatz. Aber bereits in der neunten Minute bot sich Dominik Bettin eine Riesenchance, nach feinem Zuspiel von Sturmpartner Ferhat Oezcelik scheiterte der Bornheimer Sturmführer aber am gut reagierenden Torhüter Hamza Elzaar.
Im Laufe der ersten Hälfte kam Tarik aber besser ins Spiel, obwohl einer ihrer wichtigsten Spieler, Mohamed Hounas, bereits in der 20. Minute verletzt vom Feld musste. «Das war ein zähes Spiel und gerade am Anfang hat man bei uns die Anspannung gemerkt», sagte Bornheims Trainer Sebastian Gauf.
So war es dann Torjäger Rashid Bachiri der Tarik – nicht unverdient – Sekunden vor dem Pausenpfiff in Führung brachte.
Die Griesheimer kamen schwungvoll aus der Pause und bauten in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs Druck auf das Bornheimer Tor auf. In der 50. Minute spielte Malik Boujbar Stürmer Bachiri sehenswert frei, so dass dieser sich die Ecke nur noch aussuchen brauchte, doch er schoss knapp drüber. «Das war der Knackpunkt», ärgerte sich Tariks Trainer Hamza Azzoum. «Wir wären mausetot gewesen. Das ist mal klar», stimmte Gauf zu. In der Endphase wendete sein Team das Blatt: Erst glich Bettin nach einem Freistoß per Kopf aus (78.), und drei Minuten vor Schluss gelang Bettin sogar noch der umjubelte Siegtreffer.
Tarik muss nun den Gang in die A-Klasse antreten und es wird einen Umbruch in der Mannschaft geben. «Ich stehe in der nächsten Saison nicht mehr an der Seitenlinie, werde dem Verein aber in anderer Funktion erhalten bleiben», sagte ein enttäuschter Azzoum, der aber auch den Einsatz seiner Mannschaft lobte.
«So schwer haben wir uns das heute nicht vorgestellt. Tarik war stark und der Sieg sicher etwas glücklich. Aber wir haben es geschafft, also ist mir der Rest jetzt erstmal scheißegal», sagte der euphorisierte Gauf, während die Bornheimer Fans nach dem Schlusspfiff ein kleines Feuerwerk zündeten.
SG Bornheim/GW II: Martin – Rambow, Dutz, Krakow, Hofacker (64. Lamberti) – Nikolai, Heinz, Müller, Naziri (82. Spessot) – Bettin, Oezcelik. – Griesheim Tarik: Elzaar – Darouche – Adda, Amjahid – Houlich (46. Elazouti), Denem, Boujbar, Hounas, Houna (85. Benazza) – Chami (20. Lamjahdi), Bachiri.
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15.06.2010
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Bornheims Aufstieg ist Makulatur
Ein an sich kleiner Fehler mit schwerwiegenden Folgen
Da durfte noch aus vollem Herzen gejubelt werden: (von links) Alexander Rambow und Daniel Dutz feiern das 2:0 von Lars Krakow im Spiel gegen den VfR Bockenheim. Foto: Klein
Im entscheidenden Relegationsspiel lief ein Akteur auf, der nicht mehr hätte spielen dürfen. Dies kostet die SG Bornheim/Grün-Weiß II nun den Aufstieg und bringt den Fußballern von Griesheim Tarik den Klassenerhalt in der Kreisoberliga Frankfurt.
Zwölf Tage durfte gefeiert werden, dann kam das böse Erwachen. Am Sonntag hatte Peter Neff die undankbare Aufgabe, der Zweiten Mannschaft des Gruppenligisten mitzuteilen, das die starken Vorstellungen in der Relegationsrunde gegen den VfR Bockenheim (5:0) und Griesheim Tarik (2:1) hinfällig seien. Der Verantwortliche für den Senioren-Fußball der SG Bornheim/Grün-Weiß hatte tags zuvor anhand der Spielbögen den Sachverhalt überprüft und feststellen müssen, dass es am Regelverstoß nichts zu deuteln gab.
Im letzten Relegationsspiel gegen Griesheim am 1. Juni war Parwes Naziri aufgelaufen, der am 30. Mai in Merzhausen sein siebtes Punktspiel für die Erste Mannschaft in der Rückrunde bestritten hatte. Nach dem Regelwerk des Hessischen Fußball-Verbandes darf aber ein Spieler, der in der Rückrunde mehr als sechs Punktspiele in der «Ersten» gemacht hat, dann nicht mehr in der Reserve eingesetzt werden. Die Partie wird daher für Griesheim gewertet, das somit in der Kreisoberliga bleibt. Beim 5:0 Bockenheim am 25. Mai war Naziris Einsatz noch regelgerecht gewesen. Letztlich war es ein an sich nur kleiner interner Fehler, der den Bornheimern zum Verhängnis wurde. Eine späte Einwechslung Naziris beim Spiel gegen Dortelweil am 9. Mai war nicht notiert worden – und so in der vereinsinternen Einsatzstatistik auch nicht aufgetaucht.
Bitter für die Spieler von Trainer Sebastian Gauf, die die niederschmetternde Botschaft schweigend zur Kenntnis nahmen. Es habe aber keine Schuldzuweisungen gegeben, erzählt Neff, und auch die Vereinsverantwortlichen, die sich gestern in einem Schreiben nochmal bei Spielern, Mitgliedern und Fans entschuldigten, wollen keine personellen Konsequenzen ziehen. «Das würde bei uns viel kaputtmachen», erläutert Neff die Entscheidung. Das nachträglich und so unglücklich Versäumte soll nun in der neuen Saison nachgeholt werden. Neff hat bei den Spielern eine erste Trotzreaktion ausgemacht: «Wir nehmen einen neuen Anlauf.» wag
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