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Dieses Anliegens hat sich der Ortsbeirat 2 (Bockenheim, Kuhwald, Westend) bereits im vergangen Jahr zu Herzen genommen. Just am Nikolaustag 2011 führte der Vereinsvorstand einige Fraktionsmitglieder, Vertreter des Grünflächenamtes und einen Referenten von Sportdezernent Markus Frank (CDU) über die Sportanlage an der Ginnheimer Landstraße, um sich ein Bild von der Lage zu machen.
"Anlage aufwerten"
"Wir waren uns einig, dass man die gesamte Bezirkssportanlage aufwerten muss", fasst Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU) die Eindrücke zusammen. "Deswegen haben wir schon bei der Begehung den städtischen Vertretern den Vorschlag gemacht, gemeinsam mit den Vereinen und den zuständigen Ämtern eine Arbeitsgruppe zu bilden. So können Vorschläge von allen Beteiligten in die Pläne für eine Neugestaltung einfließen."
Den entsprechenden Antrag hat der Ortsbeirat in seiner vergangenen Sitzung verabschiedet. Nun liegt es am Magistrat, zuzustimmen, eine Gruppe zusammenzustellen und ein erstes Treffen anzuregen.
Kaufmann ist optimistisch gestimmt: Die Vertreter der Stadt waren schon im Dezember angetan von der Idee. "Wir stehen solchen Plänen offen gegenüber", sagt auch Marcus Benthien, der im Sportamt für den Betrieb und die Unterhaltung von Sportanlagen zuständig ist. "Es gibt ein Sanierungsprogramm für solche Anlagen. Allerdings haben wir 55 Stück im Stadtgebiet – da ist es unmöglich, einzelne zu bevorteilen."
Der VfR-Vorstand um den Vorsitzenden Uwe Haubrichs drückt dennoch die Daumen, in absehbarer Zeit auf weichem Untergrund zu spielen. "Für uns ist das wirklich die beste Lösung", bekräftigt Marcus Schmidt. "Im Gegensatz zu echtem Rasen reagiert Kunstrasen nicht so empfindlich auf extreme Wetterbedingungen. Er hält länger und ist vor allem nicht sehr pflegeintensiv: Echten Rasen muss man regelmäßig nachsäen, neue Linien ziehen." Das wissen die Sportsfreunde aus Erfahrung: Auf der Bezirkssportanlage gibt es noch einen kleineren Naturrasenplatz, auf dem die Kindergruppen kicken. Der muss im Sommer für Wartungsarbeiten gesperrt werden. Keine schöne Zeit für den Nachwuchs: Sie dürfen wegen der Verletzungsgefahr nicht auf dem Hartplatz spielen. Und von einem neuen Fußballplatz würden nicht nur die Sportler des VfR profitieren, sondern auch der SV Eritrea, der die Anlage ebenfalls benutzt.
Der Kunstrasenplatz ist aber nicht das einzige Anliegen, das die Sportler in der Arbeitsgruppe vorbringen möchten: Sie wünschen sich eine Umzäunung für die gesamte Anlage. "Manchmal treiben sich Leute außerhalb der Trainingszeiten auf dem Platz herum. Das muss nicht sein", findet Schmidt.
Alte Eiche muss weichen
Und auch die große alte Eiche neben dem Vereinshaus wird wohl weichen müssen. Ihre kräftigen Wurzeln haben sich unter das Haus geschoben und den Weg zu einer Stolperfalle gemacht. "Hier sind schon einige gestürzt – auch Kinder", berichtet Schmidt und lässt noch einmal den Blick über die rote Erde des Hartplatzes schweifen. Gern würde er hier Rasenspiele sehen – ganz so, wie es der Vereinsname verspricht.
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